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Risikolebensversicherung bei chronischer Krankheit: Colitis ulcerosa, MS und HIV

Chronisch krank heißt nicht unversicherbar. Für die Risikolebensversicherung zählt, wie stabil Ihre Erkrankung verläuft und wie gut sie behandelt ist, nicht allein die Diagnose.

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Bekommen Sie mit einer chronischen Krankheit eine Risikolebensversicherung?

Oft ja. Bei chronischen Krankheiten wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Multipler Sklerose oder HIV prüft der Versicherer den Antrag auf eine Risikolebensversicherung einzeln. Ein stabiler Verlauf unter Therapie führt häufig zur Annahme, teils mit Risikozuschlag oder kürzerer Laufzeit.

Abgelehnt wird vor allem bei schweren, fortschreitenden Verläufen. Weil die Versicherer dieselbe Krankheit sehr unterschiedlich einstufen, lohnt eine anonyme Voranfrage bei mehreren Gesellschaften.

Wie die Risikolebensversicherung chronische Krankheiten im Antrag abfragt

Chronische Erkrankungen fragt die Risikolebensversicherung oft ohne Zeitgrenze ab, weil sie fortbestehen. Die Continentale etwa will wissen, ob eine chronische Erkrankung besteht, und nennt als Beispiele Multiple Sklerose, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn sowie rheumatische und infektiöse Erkrankungen. Nach einer HIV-Infektion fragt sie, ob diese jemals festgestellt wurde.

  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn
  • Multiple Sklerose
  • HIV
  • Rheuma
  • Grad der Behinderung

Dazu kommen die üblichen Fragen nach Behandlungen, Medikamenten und Klinikaufenthalten der letzten fünf oder zehn Jahre. Kurzanträge mit vereinfachten Fragen scheiden meist aus: Der Easy-Antrag der Hannoverschen schließt chronische Magen-Darm-Erkrankungen, neurologische Erkrankungen und HIV aus den letzten zwei Jahren aus.

Grad der Behinderung im Antrag zur Risikolebensversicherung: Viele Anträge fragen nach einem festgestellten Grad der Behinderung. Geben Sie ihn mit dem zugrunde liegenden Leiden an, denn ein GdB von 30 wegen einer ruhigen Darmerkrankung sagt dem Versicherer etwas anderes als der Wert allein.

Risikolebensversicherung mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn

Bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn bewertet der Versicherer der Risikolebensversicherung vor allem, wie ruhig die Krankheit verläuft. Eine lange Remission ohne Kortison spricht für Sie, häufige Schübe, Operationen oder Komplikationen machen die Entscheidung schwieriger.

  • Jahr der Diagnose und betroffener Darmabschnitt
  • Zahl der Schübe in den letzten drei Jahren und Datum des letzten Schubs
  • aktuelle Therapie, etwa Mesalazin, Kortison oder ein Biologikum
  • Operationen, Fisteln oder Engstellen
  • Befund der letzten Darmspiegelung zur Krebsvorsorge
  • Begleiterkrankungen an Gelenken, Haut oder Gallenwegen

Beantragen Sie nach Möglichkeit in einer ruhigen Phase. Ein Antrag mitten im Schub wird meist zurückgestellt, und die Zurückstellung müssen Sie bei späteren Anträgen angeben.

Risikolebensversicherung bei chronischer Krankheit anfragen

Nennen Sie uns Summe und Laufzeit. Ihre Erkrankung, den Verlauf und die Therapie besprechen wir danach vertraulich mit Ihnen und fragen anonym bei mehreren Versicherern an.

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Risikolebensversicherung mit MS: was bei Multipler Sklerose zählt

In Deutschland leben mehr als 280.000 Menschen mit Multipler Sklerose, jeden Tag kommen rund 41 Diagnosen hinzu. Moderne Therapien haben den Verlauf vieler Betroffener deutlich verbessert, und das sehen auch Versicherer. Bei der Risikolebensversicherung mit MS stehen vier Punkte im Mittelpunkt:

Verlaufsform der MS

Ein schubförmiger Verlauf mit guter Rückbildung wird günstiger bewertet als eine von Beginn an fortschreitende Form.

Behinderungsgrad bei MS

Der Wert auf der EDSS-Skala zeigt, wie stark Gehen und Alltag eingeschränkt sind. Niedrige Werte verbessern die Chancen.

Schübe der letzten Jahre

Wenige oder keine Schübe unter Therapie sprechen für eine stabile Lage.

MRT-Verlauf und Therapie

Ein stabiler MRT-Befund und eine verträgliche Basistherapie runden das Bild ab.

Halten Sie dafür den aktuellen Bericht Ihres Neurologen bereit. Wer schon versichert ist, kann je nach Tarif profitieren: Der Zusatzbaustein für schwere Erkrankungen der IDEAL RisikoLeben zahlt unter anderem bei einer MS-Diagnose einen Teil der Summe.

Risikolebensversicherung mit HIV: was heute möglich ist

Mit HIV war eine Risikolebensversicherung lange kaum zu bekommen. Seit die Infektion gut behandelbar ist, prüfen einige Versicherer HIV-positive Antragsteller einzeln. Dabei zählen vor allem Viruslast, Zahl der Helferzellen, Zeitpunkt der Diagnose und Dauer der Therapie.

97.700Menschen mit HIV in Deutschland Ende 2024
98 %der Diagnostizierten erhalten eine HIV-Therapie
96 %dieser Therapien verlaufen erfolgreich

Rechnen Sie bei HIV mit Zuschlägen, einer begrenzten Laufzeit oder auch einer Ablehnung. Schwer wird es bei einer zusätzlichen Hepatitis C oder nach einer Aids-Erkrankung. Bei hohen Summen gehört ein HIV-Test ohnehin zur ärztlichen Untersuchung, bei der Öffentlichen Oldenburg ab 500.000 Euro.

HIV-Status zuerst anonym prüfen lassen: Stellen Sie keinen Antrag auf gut Glück. Bei einer anonymen Voranfrage erhalten die Versicherer Ihre Werte ohne Namen, und Ihr Antrag geht nur an eine Gesellschaft, die eine Annahme in Aussicht gestellt hat.

So kommen Sie mit chronischer Krankheit zur Risikolebensversicherung

Der beste Zeitpunkt für den Antrag ist eine stabile Phase mit aktuellen Befunden. In dieser Reihenfolge gehen wir mit Ihnen vor:

  1. Befundberichte der letzten zwölf Monate von Facharzt und Hausarzt zusammenstellen
  2. Summe und Laufzeit festlegen, bei Bedarf eine kürzere Laufzeit mitrechnen
  3. anonyme Voranfrage bei mehreren passenden Versicherern stellen
  4. Voten vergleichen und erst dann einen einzigen Antrag stellen

Eine kürzere Laufzeit kann bei chronischer Krankheit den Ausschlag geben, etwa bis die Kinder aus dem Haus sind oder der Kredit getilgt ist. Wie Versicherer Gesundheitsfragen allgemein auswerten, erklärt der Ratgeber Gesundheitsfragen der Risikolebensversicherung; die Tarife im Überblick zeigt der Vergleich.

Fragen zur Risikolebensversicherung bei chronischer Krankheit

Muss ich eine chronische Krankheit in Remission bei der Risikolebensversicherung angeben?

Ja. Eine chronische Krankheit besteht auch in einer ruhigen Phase fort, und viele Anträge zur Risikolebensversicherung fragen sie ohne Zeitgrenze ab. Eine lange Remission ist aber genau das, was Ihre Chancen verbessert.

Bekomme ich mit Colitis ulcerosa eine Risikolebensversicherung?

Häufig ja, vor allem bei einem ruhigen Verlauf mit seltenen Schüben und unauffälligen Darmspiegelungen. Der Versicherer der Risikolebensversicherung prüft Ausdehnung, Therapie und Operationen und verlangt je nach Lage einen Zuschlag.

Ist eine Risikolebensversicherung mit MS möglich?

Oft ja, wenn die Multiple Sklerose schubförmig und stabil verläuft und der Behinderungsgrad niedrig ist. Bei fortschreitenden Formen lehnen viele Versicherer die Risikolebensversicherung ab, andere bieten eine kürzere Laufzeit oder einen Zuschlag an.

Können HIV-Positive eine Risikolebensversicherung abschließen?

Bei erfolgreicher Therapie mit stabiler Viruslast prüfen einige Versicherer HIV-positive Antragsteller für die Risikolebensversicherung einzeln. Zuschläge oder Laufzeitgrenzen sind üblich, eine Ablehnung ist möglich. Eine anonyme Voranfrage schützt Ihre Daten.

Verlangt die Risikolebensversicherung einen HIV-Test?

Bei üblichen Summen nicht, dann genügen die Gesundheitsfragen. Ab höheren Summen gehört ein HIV-Test zur ärztlichen Untersuchung der Risikolebensversicherung, bei der Öffentlichen Oldenburg ab 500.000 Euro, bei anderen Versicherern ab eigenen Grenzen.

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