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Risikolebensversicherung mit Auszahlung zu Lebzeiten: Wann Geld schon vor dem Tod fließt

Eine Risikolebensversicherung muss nicht erst nach dem Tod leisten. Viele Tarife zahlen bei einer unheilbaren Erkrankung die ganze Summe vorab, einige schon bei bestimmten schweren Diagnosen einen Teilbetrag.

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Welche Risikolebensversicherung zu Lebzeiten auszahlt

Eine Risikolebensversicherung mit Auszahlung zu Lebzeiten zahlt die vereinbarte Summe schon vor dem Tod, wenn eine unheilbare Krankheit nach fachärztlicher Prognose innerhalb von zwölf Monaten zum Tod führt. Diese vorgezogene Leistung steckt in vielen Tarifen, manchmal erst in der höheren Stufe; mit der Zahlung endet der Vertrag.

Einige Tarife zahlen zusätzlich bei der Diagnose Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall je 10 Prozent der Summe, ohne dass der Vertrag endet. Am Ende der Laufzeit gibt es dagegen nur mit vereinbarter Beitragsrückgewähr Geld; ein Rückkaufswert bei Kündigung ist meist gering.

Welche Arten der Auszahlung zu Lebzeiten gibt es bei der Risikolebensversicherung?

Bei der Risikolebensversicherung gibt es vier Wege, auf denen schon zu Lebzeiten Geld fließen kann. Sie unterscheiden sich stark darin, wie viel gezahlt wird und was der Baustein kostet.

Vorgezogene Todesfallleistung

volle Summe vorab bei einer Lebenserwartung unter zwölf Monaten; in vielen Tarifen ohne Aufpreis enthalten

Leistung bei schwerer Diagnose

meist 10 Prozent der Summe bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall; nur in Premiumstufen oder als Baustein

Beitragsrückgewähr am Vertragsende

Rückzahlung der Beiträge, wenn die versicherte Person das Ablaufdatum erlebt; deutlich teurer

Rückkaufswert bei Kündigung

kleiner Restbetrag aus dem Deckungskapital, bei vielen Verträgen nahe null

Für die meisten Familien sind die ersten beiden Wege interessant: Sie kosten wenig oder nichts extra und helfen genau dann, wenn eine schwere Krankheit das Einkommen bedroht.

Vorgezogene Todesfallleistung: volle Summe bei einer Lebenserwartung unter zwölf Monaten

Mit der vorgezogenen Todesfallleistung zahlt die Risikolebensversicherung die ganze Summe aus, sobald ein Facharzt eine unheilbare, fortschreitende Erkrankung feststellt, die trotz Behandlung voraussichtlich binnen zwölf Monaten zum Tod führt. Das Geld erhält in der Regel die versicherte Person selbst.

So kann sie Pflege und Behandlung bezahlen, Kredite ablösen oder Angelegenheiten mit der Familie ordnen, solange sie es noch selbst kann. Danach ist der Vertrag erfüllt; im späteren Todesfall wird nichts mehr gezahlt.

TarifBedingung der vorgezogenen Leistung
IDEAL RisikoLeben Klassik und ExklusivPrognose höchstens zwölf Monate, Facharzt in der EU, der Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein oder Großbritannien; Restlaufzeit mindestens zwölf Monate
Concordia Risiko futurLebenserwartung unter zwölf Monaten, Restlaufzeit mindestens 15 Monate, Summe ab 25.000 Euro
WWK PremiumRisk97 Prozent der garantierten Summe plus Überschüsse, nur bei konstanter Summe
Bayern-Versicherung RisikoLeben Plusschwere, unheilbare Krankheit, versicherte Person beim Leistungsantrag höchstens 60
Münchener VereinLebenserwartung von höchstens drei Monaten

Grenzen der vorgezogenen Todesfallleistung: Keine Vorauszahlung gibt es, wenn die Krankheit auf einem vertraglichen Ausschluss beruht oder auf Umständen, die im Antrag verschwiegen wurden. In Basisstufen fehlt der Baustein oft ganz, etwa in der WGV Risiko-Lebensversicherung BASIS-Tarif.

Risikolebensversicherung mit Leistung bei schwerer Krankheit vergleichen

Sie möchten, dass Ihre Risikolebensversicherung schon bei Krebs oder einer unheilbaren Erkrankung zahlt? Wir vergleichen Tarife mit vorgezogener Leistung und Diagnose-Baustein und senden Ihnen ein persönliches Angebot.

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Risikolebensversicherung mit Krankheitsleistung: Geld bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall

Einige Risikolebensversicherungen zahlen schon bei der Diagnose einer schweren Krankheit einen Teil der Summe aus, und der Todesfallschutz läuft danach weiter. Damit lassen sich Verdienstausfall, Haushaltshilfe oder ein Umbau der Wohnung während der Behandlung finanzieren.

Rechenbeispiel Hannoversche Exklusiv mit 300.000 Euro Versicherungssumme

  1. Diagnose Krebs im sechsten Vertragsjahr: 10 Prozent = 30.000 Euro
  2. Herzinfarkt im zwölften Vertragsjahr: weitere 10 Prozent = 30.000 Euro
  3. Todesfall im 15. Vertragsjahr: volle Summe 300.000 Euro

= 360.000 Euro Leistung insgesamt, davon 60.000 Euro zu Lebzeiten

Achten Sie auf die Feinheiten: Bei der Provinzial und im IDEAL-Baustein, dort für Krebs, gutartige Hirntumore und Multiple Sklerose, gilt eine Wartezeit von drei Monaten ab Beginn, und stirbt die versicherte Person binnen 28 Tagen nach der Diagnose, entfällt die Zusatzzahlung oder sie wird mit der Todesfallsumme verrechnet.

Auszahlung am Vertragsende: nur mit Beitragsrückgewähr

Eine reine Risikolebensversicherung zahlt am Ende der Laufzeit nichts aus, wenn die versicherte Person lebt. Wer bei Ablauf Geld zurück möchte, braucht eine Variante mit Beitragsrückgewähr, die einen Sparanteil enthält und entsprechend mehr kostet.

Oft ist es günstiger, den reinen Todesfallschutz zu wählen und die Beitragsdifferenz selbst anzulegen. Ein Vergleich beider Wege steht im Ratgeber Risikolebensversicherung mit Beitragsrückgewähr.

Bekommt man bei Kündigung der Risikolebensversicherung Geld ausgezahlt?

Wer eine Risikolebensversicherung kündigt, erhält den Rückkaufswert, also das zu diesem Zeitpunkt vorhandene Deckungskapital. Weil fast der ganze Beitrag das laufende Todesfallrisiko bezahlt und Überschüsse meist direkt mit dem Beitrag verrechnet werden, ist dieser Betrag klein oder null.

Erst neuen Schutz sichern, dann kündigen: Brauchen Sie noch Todesfallschutz, kündigen Sie den alten Vertrag erst, wenn der neue angenommen ist. Eine Kündigung bringt kaum Geld, eine Lücke im Schutz kann die Familie dagegen teuer zu stehen kommen.

Mehr zu Rückkaufswert und Ablauf finden Sie im Ratgeber Rückkaufswert der Risikolebensversicherung; Tarife mit Leistung zu Lebzeiten stellt der Tarifvergleich gegenüber.

Fragen zur Risikolebensversicherung mit Auszahlung zu Lebzeiten

Wer bekommt das Geld bei der vorgezogenen Leistung der Risikolebensversicherung?

Die vorgezogene Todesfallleistung der Risikolebensversicherung erhält in der Regel die versicherte Person selbst, nicht der Bezugsberechtigte für den Todesfall. Ist der Vertrag zur Kreditsicherung an eine Bank abgetreten, kann das Geld zuerst der Tilgung der Restschuld dienen.

Kostet die Auszahlung zu Lebzeiten bei der Risikolebensversicherung extra?

Die vorgezogene Leistung bei einer Lebenserwartung unter zwölf Monaten ist in vielen Risikolebensversicherungen ohne Aufpreis enthalten, oft aber erst ab der mittleren Tarifstufe. Zahlungen bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall gibt es nur in Premiumstufen oder gegen einen Zusatzbeitrag.

Endet die Risikolebensversicherung nach einer Auszahlung zu Lebzeiten?

Nach der vorgezogenen Todesfallleistung endet die Risikolebensversicherung, weil die volle Summe gezahlt ist. Teilzahlungen bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall lassen den Vertrag weiterlaufen. In der Hannoverschen Exklusiv bleibt die Todesfallsumme ungekürzt, andere Tarife verrechnen die Teilzahlung, wenn der Tod kurz nach der Diagnose eintritt.

Zahlt die Risikolebensversicherung bei Pflegebedürftigkeit?

Einige Risikolebensversicherungen zahlen bei Pflegebedürftigkeit einen Teilbetrag, die InterRisk Risikolebensversicherung XXL zum Beispiel 10 Prozent der Summe, höchstens 25.000 Euro. In Standardtarifen ist Pflegebedürftigkeit allein kein Leistungsfall.

Bekomme ich Geld zurück, wenn ich die Risikolebensversicherung überlebe?

Eine Risikolebensversicherung ohne Beitragsrückgewähr zahlt am Ende der Laufzeit nichts zurück; die Beiträge haben den Schutz für die Jahre davor finanziert. Eine Rückzahlung gibt es nur, wenn Sie die teurere Variante mit Beitragsrückgewähr vereinbart haben.

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