Angebot anfordern

Was ist eine Risikolebensversicherung? Einfach erklärt, wofür sie dient

Die Risikolebensversicherung ist der preiswerteste Weg, Angehörige und Kredite für den Todesfall abzusichern. Dieser Ratgeber erklärt, wie der Vertrag funktioniert, wer welche Rolle übernimmt und wofür Sie ihn einsetzen können.

  • Unabhängiger Vergleich
  • Kostenlos & unverbindlich

Risikolebensversicherung in zwei Sätzen erklärt

Eine Risikolebensversicherung ist eine Todesfallversicherung auf Zeit: Stirbt die versicherte Person innerhalb der vereinbarten Laufzeit, zahlt der Versicherer die vereinbarte Summe an die eingetragenen Begünstigten. Erlebt sie das Vertragsende, endet der Schutz ohne Auszahlung.

Sie dient vor allem dazu, Kinder, Partner und Immobilienkredite abzusichern. Weil nichts angespart wird, bleibt der Beitrag niedrig: 200.000 Euro über 20 Jahre gibt es für einen 30-jährigen Nichtraucher mit Bürotätigkeit ab 5,46 Euro im Monat.

Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung funktioniert wie ein einfacher Tausch: Sie zahlen über eine feste Laufzeit einen Beitrag, und der Versicherer verspricht dafür eine feste Geldsumme für den Fall, dass die versicherte Person in dieser Zeit stirbt. Die Todesursache spielt dabei grundsätzlich keine Rolle.

Vier Angaben bestimmen jeden Vertrag:

Versicherungssumme der Risikolebensversicherung

Der Betrag, den die Begünstigten im Todesfall erhalten. Bei vielen Tarifen beginnt er bei 20.000 oder 25.000 Euro.

Laufzeit des Todesfallschutzes

Die Jahre, in denen der Schutz gilt, je nach Tarif von einem Jahr bis zu 60 Jahren.

Beitrag für den reinen Risikoschutz

Monatlich oder jährlich zu zahlen. Er hängt von Alter, Gesundheit, Raucherstatus, Beruf, Summe und Laufzeit ab.

Bezugsrecht für die Auszahlung

Die Person oder Bank, an die das Geld fließt. Ein widerrufliches Bezugsrecht können Sie später ändern.

Ein Sparanteil ist nicht eingebaut. Kündigen Sie den Vertrag oder endet er planmäßig, bekommen Sie die gezahlten Beiträge nicht zurück. Genau deshalb kostet der reine Todesfallschutz so wenig.

Auf die Beiträge fällt keine Versicherungsteuer an, und die Auszahlung an die Hinterbliebenen ist einkommensteuerfrei. Erbschaftsteuer kann dagegen anfallen, wenn Beitragszahler und versicherte Person identisch sind; mehr dazu unter Erbschaftsteuer auf die Risikolebensversicherung.

Wer ist an einer Risikolebensversicherung beteiligt?

An einer Risikolebensversicherung sind bis zu drei Rollen beteiligt, die oft, aber nicht immer dieselbe Person übernimmt. Das Beispiel eines Ehepaars zeigt, wie sie sich verteilen lassen:

Rolle in der RisikolebensversicherungAufgabe im VertragBeispiel Familie Weber
Versicherungsnehmerschließt den Vertrag, zahlt die Beiträge, darf ihn ändern und kündigenJana Weber
Versicherte Personauf ihr Leben läuft der Schutz, sie beantwortet die GesundheitsfragenTobias Weber
Bezugsberechtigte Personerhält die Versicherungssumme im TodesfallJana Weber

Einwilligung, wenn Sie ein fremdes Leben versichern: Versichern Sie das Leben eines anderen Menschen, muss diese Person schriftlich zustimmen, sobald die Summe die gewöhnlichen Beerdigungskosten übersteigt (§ 150 VVG). Deshalb unterschreibt die versicherte Person den Antrag mit.

Das Beispiel zeigt die Gestaltung „über Kreuz“: Jana Weber versichert das Leben ihres Mannes und erhält im Todesfall die Leistung aus ihrem eigenen Vertrag. Warum das Erbschaftsteuer spart, erklärt der Ratgeber Risikolebensversicherung über Kreuz.

Ihre erste Risikolebensversicherung: Angebot mit passender Summe

Sagen Sie uns, wen Sie absichern möchten und für wie lange. Wir rechnen die Tarife mehrerer Versicherer mit Ihrem Alter, Beruf und Raucherstatus durch und senden Ihnen das Ergebnis kostenlos.

Angebot anfordern

Wofür braucht man eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung braucht, wer mit seinem Einkommen andere Menschen versorgt oder im Todesfall Schulden hinterlassen würde. Fünf Anlässe sind typisch, und jeder legt eine eigene Vertragsgestaltung nahe:

Anlass für die RisikolebensversicherungPassende Gestaltung
Kinder versorgengleichbleibende Summe, Laufzeit bis zur finanziellen Selbstständigkeit des jüngsten Kindes
Baufinanzierung absichernfallende Summe entlang der Restschuld, häufig mit Abtretung an die Bank
Partner ohne TrauscheinAbschluss über Kreuz, weil keine Witwen- oder Witwerrente fließt
Geschäftspartner und BetriebskreditVersicherung auf das Leben des Mitgesellschafters oder Inhabers
Ratenkreditkleine Summe mit kurzer Laufzeit als Alternative zur Restschuldversicherung der Bank

Wer allein lebt, niemandem Unterhalt schuldet und keine Kredite hat, braucht in der Regel keine Risikolebensversicherung. Ob sich der Schutz in Ihrer Lage lohnt, beantwortet der Ratgeber Ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Wann zahlt die Risikolebensversicherung und wann nicht?

Die Risikolebensversicherung zahlt, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt, ob durch Krankheit, Unfall oder aus ungeklärter Ursache. Viele Tarife zahlen die Summe außerdem vorzeitig aus, wenn eine unheilbare Krankheit die Lebenserwartung auf höchstens zwölf Monate begrenzt.

Ohne Leistung bleibt der Vertrag nur in wenigen, gesetzlich oder vertraglich geregelten Fällen:

  • Die versicherte Person stirbt erst nach dem Ende der Laufzeit.
  • Sie nimmt sich in den ersten drei Vertragsjahren vorsätzlich das Leben, ohne dass eine krankhafte Störung die freie Willensbestimmung ausschloss (§ 161 VVG).
  • Gesundheitsfragen wurden falsch beantwortet, und der Versicherer tritt deshalb vom Vertrag zurück (§§ 19 und 21 VVG).
  • Der Tod fällt unter einen Ausschluss der Bedingungen, etwa den Einsatz atomarer, biologischer oder chemischer Waffen.

Rücktrittsfrist nach falschen Gesundheitsangaben in der Risikolebensversicherung: Wegen verletzter Anzeigepflicht kann der Versicherer nur innerhalb von fünf Jahren nach Vertragsschluss vorgehen, bei Vorsatz oder Arglist innerhalb von zehn Jahren (§ 21 Abs. 3 VVG). Vollständige Angaben sichern die Auszahlung deshalb dauerhaft.

Alle Einzelheiten stehen im Ratgeber Wann zahlt die Risikolebensversicherung nicht?

Risikolebensversicherung, Kapitallebensversicherung, Sterbegeld- oder Restschuldversicherung: die Unterschiede

Die Risikolebensversicherung ist die reine Form des Todesfallschutzes. Verwandte Produkte verbinden ihn mit einem Sparvertrag oder sind auf einen einzelnen Zweck zugeschnitten:

VersicherungZahlt im TodesfallZahlt am VertragsendeTypischer Zweck
Risikolebensversicherungvereinbarte SummenichtsFamilie, Partner, Baufinanzierung
KapitallebensversicherungSumme plus Überschüsseangespartes KapitalTodesfallschutz mit Sparvertrag
Sterbegeldversicherungkleine Summe für die Bestattungmeist lebenslanger VertragBestattungskosten
Restschuldversicherungoffene Kreditsumme an die Banknichtseinzelner Ratenkredit

Für dieselbe Todesfallsumme kostet eine Kapitallebensversicherung ein Vielfaches, weil ein großer Teil des Beitrags in die Sparleistung fließt. Wer Absicherung und Vermögensaufbau trennen möchte, kombiniert deshalb eine Risikolebensversicherung mit einer eigenen Geldanlage. Den ausführlichen Vergleich zeigt Risikolebensversicherung oder Kapitallebensversicherung.

Was kostet eine Risikolebensversicherung? Ein Rechenbeispiel

Eine Risikolebensversicherung über 200.000 Euro kostet einen 30-jährigen Nichtraucher mit Bürotätigkeit bei 20 Jahren Laufzeit in der EUROPA Risikolebensversicherung Basis 5,46 Euro im Monat. Angenommen sind mindestens zehn rauchfreie Jahre, eine gleichbleibende Summe und der Zahlbeitrag nach Überschussverrechnung, Stand 2. Oktober 2026.

Gesamtkosten einer Risikolebensversicherung über 200.000 Euro und 20 Jahre

  1. Monatlicher Zahlbeitrag: 5,46 Euro
  2. × 12 Monate = 65,52 Euro im Jahr
  3. × 20 Jahre Laufzeit = 1.310,40 Euro Beiträge insgesamt

= 1.310,40 Euro Beiträge für 200.000 Euro Todesfallschutz, ohne Versicherungsteuer

Der Zahlbeitrag ist nicht garantiert, weil er die laufenden Überschüsse des Versicherers bereits enthält. Raucher, ältere Antragsteller und körperlich arbeitende Berufe zahlen spürbar mehr. Weitere Beitragsbeispiele finden Sie unter Kosten der Risikolebensversicherung, Ihren eigenen Beitrag ermittelt der Risikolebensversicherung Rechner.

Fragen und Antworten: Was ist eine Risikolebensversicherung?

Was ist eine Risikolebensversicherung einfach erklärt?

Eine Risikolebensversicherung ist ein Versicherungsvertrag auf Zeit, der eine feste Summe auszahlt, wenn die versicherte Person vor dem Vertragsende stirbt. Das Geld erhalten die Begünstigten, etwa Partner, Kinder oder die Bank. Überlebt die versicherte Person die Laufzeit, endet der Vertrag ohne Zahlung.

Bekomme ich mein Geld zurück, wenn die Risikolebensversicherung nicht zahlt?

Nein. Die Risikolebensversicherung ist reiner Todesfallschutz: Die Beiträge bezahlen das Risiko, das der Versicherer während der Laufzeit trägt. Wer das Vertragsende erlebt oder vorher kündigt, erhält in der Regel nichts zurück. Tarife mit Beitragsrückgewähr gibt es, sie kosten aber deutlich mehr.

Was deckt eine Risikolebensversicherung ab und welche Leistungen hat sie?

Die Risikolebensversicherung deckt den Tod der versicherten Person während der Laufzeit ab, gleich ob durch Krankheit, Unfall oder Gewalttat. Hauptleistung ist die vereinbarte Todesfallsumme als Einmalzahlung. Viele Tarife ergänzen eine vorgezogene Auszahlung bei tödlicher Krankheit sowie Nachversicherung und Verlängerung ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Wer bekommt das Geld aus der Risikolebensversicherung?

Das Geld aus der Risikolebensversicherung erhält die Person, die im Vertrag als bezugsberechtigt eingetragen ist. Fehlt eine solche Bestimmung, fällt die Leistung in den Nachlass des Versicherungsnehmers und geht an dessen Erben. Eine finanzierende Bank kann über eine Abtretung berechtigt sein.

Wer kann eine Risikolebensversicherung abschließen?

Eine Risikolebensversicherung kann jeder Volljährige mit Wohnsitz in Deutschland beantragen, dessen Alter in die Grenzen des Tarifs passt; viele Versicherer nehmen Antragsteller ab 18 bis etwa Mitte 60 auf. Ob der Vertrag zustande kommt und zu welchem Beitrag, entscheidet die Prüfung von Gesundheit, Beruf und Hobbys.

Ist die Risikolebensversicherung eine Versicherung ohne Ansparen?

Ja. Die Risikolebensversicherung spart kein Kapital an, der gesamte Beitrag finanziert den Todesfallschutz und die Kosten des Versicherers. Deshalb ist sie viel günstiger als eine Kapitallebensversicherung mit gleicher Todesfallsumme. Wer zusätzlich Vermögen aufbauen will, legt die Ersparnis beim Beitrag getrennt an.

Kann ich eine Risikolebensversicherung für einen anderen Menschen abschließen?

Ja. Sie können eine Risikolebensversicherung auf das Leben eines anderen abschließen, etwa des Partners oder Geschäftspartners. Liegt die Summe über den gewöhnlichen Beerdigungskosten, muss die versicherte Person schriftlich einwilligen. Sie beantwortet dann auch die Gesundheitsfragen im Antrag.

Zahlt die Risikolebensversicherung bei Unfall und bei Krankheit?

Ja. Die Risikolebensversicherung zahlt bei Tod durch Krankheit ebenso wie bei Tod durch Unfall. Eingeschränkt ist der Schutz nur in den Fällen, die Gesetz und Bedingungen regeln, zum Beispiel bei vorsätzlicher Selbsttötung in den ersten drei Vertragsjahren.

Passende Ratgeber zur Risikolebensversicherung

Jetzt die passende Risikolebensversicherung finden

Nennen Sie uns Ihren Anlass, Ihre Wunschsumme und die Laufzeit. Wir vergleichen die Tarife und schicken Ihnen ein persönliches, unverbindliches Angebot.

Kostenloses Angebot anfordern
RisikolebensversicherungKostenlos & unverbindlich
Angebot anfordern